Abschlussbericht Ludwig-Schwamb-Schule 02/2026 - 07/2026
Name: S.
Schulhalbjahr: 2026
Geb.: 2019
Fachkraft: Frau Sch.
Berichtszeitraum: 02/2026-07/2026
Ort: M.
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Ergebnisse im Berichtszeitraum
- S. greift weniger zu körperlichen Auseinandersetzungen
- S. kann vermehrt ohne die Schülerassistenz konzentriert Aufgaben bearbeiten und im Unterricht mitmachen
- S. kann besser an Sitzkreisen teilnehmen
- S. wurde zu einem Geburtstag eingeladen
- S. ist mehr im Klassengeschehen integriert
Sonstiger Ressourcenaufbau im Berichtszeitraum
Es wurde eine Helferrunde mit der Schulsozialarbeiterin, S. Psychotherapeutin, der Klassenlehrerin sowie der Schülerassistenz einberufen. Hierbei wurde gemeinsam diskutiert und beraten, wie man S. im Schulalltag besser unterstützen kann und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Es wurde sich darauf geeinigt, dass die Psychotherapeutin S. auf den Förderbedarf soziale und emotionale Entwicklung testet, um eine I-Kraft anfordern zu können. Außerdem wird S. an zwei Tagen nach Schulschluss abgeholt, damit sie nicht in den Ganztag muss. Des Weiteren wurde ein Gespräch mit der Mutter geführt, in dem von der Klassenlehrerin weitere Hilfen vorgeschlagen worden sind (Familienhilfe, Jugendamt). Außerdem wurde mit der Mutter die Vereinbarung getroffen, dass S. für ein paar Minuten aus dem Klassenzimmer gehen darf, wenn es ihr zu viel wird oder Situationen zu eskalieren drohen. S. nimmt dies sehr gut an.
Weitere Hilfen?
- Testung auf ADHS sowie soziale und emotionale Entwicklung
- eventuell Familienhilfe
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Allgemeine Informationen
S. lebt mit ihrer Mutter und hat wenige bis kaum Kontakte in Deutschland. Zudem Vater hat S. keinen Kontakt mehr, da hier der Verdacht auf sexuellen Übergriff besteht, weswegen S. seit dem Kindergarten einen Kinderpsychotherapeuten besucht. Näheres ist hierzu jedoch nicht bekannt. Die Mutter macht momentan eine Ausbildung. S. hat keine Freund*innen oder Geschwister, mit denen sie zuhause spielen kann. Sie geht an einem Nachmittag in der Woche zum Cheerleading. S. ist ansonsten in der Ganztagsbetreuung, womit sie sich sehr schwertut. S. wirft ihrer Mutter vor, dass sie nicht gut genug in Deutschland integriert ist und S. deswegen keine Freund*innen hat. S. ist seit dem Kindergarten verhaltensauffällig. S. vermisst ihren Vater.
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Ausgangssituation
S. ist kognitiv sehr fit und kommt in der Schule gut mit. Obwohl es ihr schwerfällt, der Lehrerin zuzuhören und sie somit keine Erklärungen mitbekommt, kann sie auch neue Aufgaben gut meistern. Sie versteht schnell und viel. Außerdem ist sie sehr feinfühlig und kriegt jede Stimmungsänderung mit. S. kann sehr fürsorglich sein. Manchmal wirkt es, als ob sie für ihr Alter wenig „Kind“ ist. S. achtet sehr auf ihre Mutter und hat große Angst, ihr zur Last zu fallen. Sie sorgt sich, was man ihrer Mutter sagt und welche Konsequenzen es haben könnte. Im Schulalltag ist S. sehr verhaltensauffällig. Sie provoziert Kinder, stiehlt ihnen Stifte/Kuscheltiere/Sonstiges und wird auch handgreiflich. Sie ist oft sehr wütend. Wenn ihr Sachen nicht gelingen, weint sie stark und ist streng zu sich selbst. Des Weiteren erfindet sie Geschichten bezüglich ihrer Familiensituation. Oft ist auch oft in ihren Erzählungen nicht klar, welche Inhalte wirklich stimmen. Es fällt ihr schwer, der Lehrerin zuzuhören. Anweisungen werden nicht beachtet und S. macht, was sie will. Den Unterricht verfolgt sie kaum, sondern beschäftigt sich anderweitig (herumlaufen, Stifte spitzen, essen, malen, am Waschbecken waschen, …). Je lauter/chaotischer es in der Klasse ist, desto überforderter ist S., was sich in aufgeregtem Verhalten zeigt. Sie rennt hierbei auch aus dem Klassenzimmer. S. kommt oft zu spät zur Schule oder aus den Pausen zurück in den Unterricht und vertreibt sich die Zeit dann allein spielend auf dem Pausenhof. S. sucht den Kontakt zu Erwachsenen und ist ihnen sehr zugewandt. S. nimmt die Schülerassistenz sehr gut an und freut sich, wenn sie da ist.
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Aktuelle Situation
Die Schülerassistenz hat mit S. eine enge Beziehung aufbauen können. S. hat sich an den Aussagen der Schülerassistenz meistens orientiert und reagierte sehr positiv auf Lob. Gemeinsam wurde erarbeitet, dass Kontakt mit anderen Schüler*innen nicht negativ besetzt sein muss. Hierbei wurden Situationen geschaffen, in denen S. wohlwollendes Verhalten erfahren konnte und nicht direkt in eine Abwehrhaltung geraten ist. Außerdem wurde daran gearbeitet, konzentriert im Unterricht mitzumachen. Dies funktionierte besonders gut, wenn S. an den Themen interessiert war und viel dazu vor der ganzen Klasse beitragen konnte. An den Tagen, an denen die Schülerassistenz S. nicht begleitet hat, kam es öfter zu Zwischenfällen, die hätten vermieden werden können. Hier liegt nahe, dass in Zukunft eine I-Kraft für S. optimal wäre, da S. eine Bezugsperson sehr gut annimmt und diese S. im Schulalltag positiv beeinflusst.
Die Zusammenarbeit mit S. erwies sich hinsichtlich des Verhaltens als herausfordernd, in Bezug auf die Beziehung jedoch als sehr angenehm und wohlwollend. S. hat sich der Schülerassistenz mit der Zeit mehr und mehr anvertraut, sodass individuellere Maßnahmen ergriffen werden konnten. Außerdem konnte die Schülerassistenz durch die Erzählungen und Gefühlsbeschreibungen von S. ihre Verhaltensweisen besser nachvollziehen und somit auch die eigenen Handlungen und Lösungsvorschläge darauf abstimmen, was mit der Zeit zu einer schnelleren Konfliktlösung geführt hat.
Die Schülerassistenz hat sehr gerne mit S. zusammengearbeitet. EVIM wünscht S. für die Zukunft alles Gute!
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(Schülerassistenz) (Teamleitung Projekt)
Zur vertraulichen Behandlung von personenbezogenen Daten wurden Namen und Orte des Projekts „Chancengleichheit bei Schulbeginn“ anonymisiert.